|
Es geht nichts über
die Musik, sagte der Inspektor, als die Tischglocke läutete. |
Der Wind weht zwar
stark, aber die Welle meint, sie hebe sich selbst. |
Zitate Teil 1
 |
|
Drei echte Musikanten blasen in einer Nacht zehn Jungfern untern Rasen. |
Auch im Untergeh’n
ist die Sonne oft noch schön. |
| Es
ist eine andere Art von Krebsen, sagte der Bauer, als er die Frösche zum
Markt brachte. |
Man kann Bären
zähmen, warum nicht auch böse Buben. |
| Der
eine schlägt den Nagel ein, der andere hängt den Hut dran. |
Besser ein
ordentlicher regen als stetes Tröpfeln. |
| Wer
wider den Wind brunzt, der macht nasse Hosen. |
Einem lahmen
Schimmel hilft ein guter Kümmel. |
|
Alle Schiffe sind gut, so lange sie auf der Werft liegen. |
Mancher will den
Fuchs beschreiben und kennt bloß den Schwanz. |
|
Geduld, Vernunft und Zeit macht enge Löcher weit. |
Ist nur Speck da,
die Mäuse finden sich schon. |
|
Drei Sorgen sind des Menschen gaben: er hat, er hatte und will haben. |
Unter zwei Sünden
soll man keine wählen. |
| Ein
kleines Körnlein im Schuh kann eine große Blase reiben. |
Ein zottiger Stier
ist den Kühen lieber als ein glatter Ochs. |
| Aus
dem Hafen sieht’s sich gut aufs Meer hinaus. |
Ein kleiner Leib
kann einen großen Schatten machen. |
| Die
Nacht ist die Mutter der Gedanken. |
Durch Schlagen
gewinnt der Fleischer mehr als der Lehrer. |
|
Neue Sohlen hört man weit. |
 |
|
Süße Worte sind der Liebe Zunder. |
Verstand ist nicht
immer daheim. |
|
Fleiß ist des Glückes Vater. |
Eine kleine Sünde
ist auch eine Sünde. |
| Auf
fremden Arsch ist gut schlagen. |
Wer liebt, macht
sich die Träume selbst. |
| Die
Liebe lässt keinen dritten ein. |
In jedem Kopf ist
eine Weisheit. |
| Wie
die Wächter, so die Diebe. |
Gefahr erhöht den
Genuss. |
|
Eine
Frau ist keine Geige, die man an die Wand hängen kann, nachdem man
darauf gespielt. |
| Der
Stachel und die Honigblase wohnen in einem Tierleib beisammen. |
Wer im Rufe steht
früh aufzustehen, der kann schlafen bis Mittag. |
Das ist das Leiden
in der Welt, der eine hat den Beutel, der andre das Geld. |
| Gar
zu sehr eingeheizt, zündet das Haus an. |
Ehe man eintritt,
soll man an den Ausgang denken. |
Wer will mit ehren
alt werden, der muss frühe anfangen. |
|
Frisch Fleisch und gut Geld machen die zweiten Ehen in der Welt. |
Könige lieben
Verrat, aber nicht den Verräter. |
Wer viel
Krankheiten hat versucht, der weiß von vielerlei Arznei und Mitteln. |
|
Es gibt nur eine
böse Schwiegermutter in der Welt; aber jeder glaubt er hat sie. |
Der Geschmack ist
verschieden, dem einen gefällt die Mutter, dem anderen die Tochter,
manchem gefallen beide. |
Eine verwelkte Blume und eine
verschrumpfte Wurst haben einander nichts vorzuwerfen. |
| Ich
Herr, du Herr; wer wird die Stiefel putzen. |
Dumme Menschen kann man nur mit dummen Gründen überzeugen. |
Aus einem
verdrießlichen Arsch fährt kein fröhlicher Furz. |
| Es
geht ihm wie dem Esel, der zwei Brüdern diente; jedweder meinte, er sei
beim andern gefüttert worden. |
Willst g’schimpft wer’n, muast heirat’n; willst g’lobt wer’n, muast
sterb’n. |
Heiraten ist die
erste Dummheit, die man begeht, wenn man vernünftig geworden ist. |
| Ein
Wort, ins Ohr gesagt, wird weit gehört. |
Es sind nicht alle
groß, die auf Bergen stehen. |
Ein Erfahrener ist
besser als zehn Gelehrte. |
| |
 |
Zitate 2 |
|
Je weißlicher das Blei ist, desto
mehr rechnet es sich zum Silber. |
Für die Flaumfeder
ist der Atem ein großer Wind. |
Wer gute Nachricht
bringt klopft stark an. |
|
Wo Bacchus einheizt, sitzt Venus
hinterm Ofen. |
Branntwein ist
Scheidewasser im Ehestand. |
Aus
einer kleinen Sau wird bald eine große. |
|
Dem faulen Schwein
ist die Erde immer gefroren. |
Ein
offener Kasten verführt einen Heiligen. |
Ersoffen ist
ersoffen, am Ufer oder im Meer. |
| Den
Magern gehen die Hosen leicht runter. |
Adams Rippe ist
schlimmer als die Grippe. |
Behalte nicht
hundert Rubel, behalte lieber hundert Freunde. |
|
Liebe und Mond nehmen ab, wenn sie nicht mehr zu nehmen. |
Drei Arbeiten sind
schwer: Regieren, Gebären, Lehren. |
Es ist keine
bessere Jagd als auf dem Markt nach Wild zu gehen. |
| Ein
jeder macht’s, so gut er kann, sagt zur Braut der Bräutigam. |
Alles reden ist
verloren, findet man nicht offne Ohren. |
Wenn ich Zeit habe,
sagen die, welche nicht wollen. |
| Wer
zuletzt lacht, löscht das Licht aus. |
Wenn der Edelstein
in den Kot fällt, so bleibt er doch ein Edelstein. |
Ich heirate nicht,
sagte der Doktor, den Hazardspiele sind verboten. |
| Es
geht mancher auf einen Rehbock aus und bringt kaum einen Hasen nach Haus. |
Er kann seinem Esel
wohl den Schwanz verbergen, aber die Ohren lässt er gucken. |
Menschen und Erde
müssen immer angefeuchtet werden, wenn sie nicht austrocknen sollen. |
|
Willkommen sind die etwas bringen, sagte der Bote, und übergab einen
Mahnbrief. |
Mancher lauft und schnauft und bricht viel Schuh und bringt nicht heim ‚ne
Kuh. |
Während Zimmerleute
und Maurer essen, messen und sich besinnen, ist der halbe Tag von hinnen. |
| Wir
lernen, was wir vergessen sollten, und vergessen, was wir lernen sollten. |
Wer sich zum Köder
macht, den schnappen die Haie. |
Ochsen gehören auf
den Acker und nicht aufs Rathaus. |
|
Zum studieren
gehört ein guter Kopf, ein guter Lehrer und gute Arbeit. |
Wem
das Glück wohl will, dem kalbt ein Ochs. |
Ein Übel muss man
klopfen, weil’s klein ist. |
| Ein
guter Jäger jagt in keinem abgeschossenen Walde. |
Kleine Fürsten haben große Hofnarren. |
Geld ist eine Hur’ will immer
unter Leuten sein. |
|
Böses das nicht
schadet, ist nicht besser als Gutes, das nichts nützt. |
Denke viel, rede
wenig und schreibe noch weniger. |
Auch den weisen
Mann bellen die Hunde an. |
|
Es ist eine gewagte
Kur, den Doktor zum Erben einzusetzen. |
Schweine und Geizhälse nützen erst nach ihrem Tode. |
Ruh erhält bei
Kräften, macht hurtig zu Geschäften. |
|
Wiederkäuen macht
eine schlechte Predigt nicht gut. |
Man
soll sich nicht eher kratzen, bis es juckt. |
Die Männer regieren
die Welt und die Weiber die Männer. |
|
Wer voraus bezahlt,
bekommt die Stube schlecht gemalt. |
Wer
warten kann, bekommt guten Wind. |
Predigen ist keine
Kunst, sondern aufhören ist die Kunst. |
| Ein
magerer Hund ist gut für eine lange Jagd. |
Machst du dich selbst zum Schaf, so beißen dich die Hund. |
Die Abendsonne ist
schön, aber sie reift keine Trauben. |
| Wer
die Gewohnheit zum sechsten Sinne macht, dem helfen die fünf andern nicht. |
Ungewohnt Reiten
macht einen wunden Ars. |
Wenn das Gute
fehlt, muss man das Bessere nehmen. |
|
Man soll den Abend
nicht vorm Tage, die Jungfrau nicht vorm Morgen loben. |
Der Anblick der
Berge erweckt die Sehnsucht nach den Tälern. |
Des Meisters Hand ist das beste
Werkzeug im Haus. |
|
Ich bin eine
Freundin der Wappenkunst, sagte die Frau, da setzte sie ihrem Mann ein
Geweih auf. |
|
Aus des Waldes
eigener Mitte erhält die Art den Stil. |
Wenn die Sonne auf
einen Misthaufen scheint, so antwortet er mit Gestank. |
Wenn
die Scheide nicht will, kann der Degen nicht hinein. |
| Man muss seinen
Nächsten lieben wie sich selbst, sagte er, und küsste seines Nachbarn Weib
statt seins. |
Kann der alte Kater auch nicht
mehr mausen, so liegt er doch gern vor dem Loche. |
Der Dieb ist über
den Arzt; wenn er aus dem Hause geht, weiß er, was den Leuten fehlt. |
|
Besser gut ausruhen als schlecht arbeiten. |
Gekaufte Lust ist um jeden Preis
zu teuer. |
Schenkt man einem
eine Kuh, so will er auch noch das Futter dazu. |
|
Wird man so alt wie
ne Kuh, so lernt man doch noch immer dazu. |
Wetterfahnen und Koketten werden nicht eher fest, bis sie rostig sind. |
Wer mit Ochsen
spricht, dem geben Ochsen Antwort. |
|
Mit
Schafen fängt man keine Wölfe. |
Ein Adler schläft
auch zuweilen. |
Jeder pflege seinen
eigenen Weinberg. |
|
Die
Zeit geht auf wollenen Sohlen. |
Zu viel Weihrauch
beleidigt die Nase. |
Liebe fürchtet
keine Gefahr. |
|
Ohne mein und dein
würd’ die Welt ein Himmel sein. |
Das Volk weiß mehr als zehn
Gelehrte. |
Kleine Last drückt
auf die Länge auch. |
|
Ein wirrer Kopf
macht wirre Leute. |
 |
Es
wird mancher grau, aber nicht weis. |
|
Besser ist, wer
besser handelt. |
Rechte Liebe ist
Dauerobst. |
Der ist reich, der
Freunde hat. |
|
Man melkt nicht
viel von einer Kuh. |
Lob macht eine
rührige Hand. |
Mit aller Müh wird
keiner ein Genie. |
|
Lieber alter Kuchen
als gar kein Brot. |
|
Hochzeit macht eine Woche glücklich. |
|
Deutsche
können alle Plagen, aber keinen Durst ertragen. |
|
Alle Sprichwörter wurden von
Friedrich Wilhelm Wander gesammelt. Hier eine kleine Auswahl von ca.
225.000.
Sie sind heute über 100
Jahre alt. Ihr Ursprung liegt wesentlich länger zurück. |
 |
Die
Sammlung erschien 1876 - 1880 bei Brockhaus in Leipzig. |
|
   |