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Version vom: 27.12.2008 16:25 Uhr

KuriosesZitate 2Zitate 3

 

Es geht nichts über die Musik, sagte der Inspektor, als die Tischglocke läutete.

Der Wind weht zwar stark, aber die Welle meint, sie hebe sich selbst.

Zitate Teil 1

 

Drei echte Musikanten blasen in einer Nacht zehn Jungfern untern Rasen. Auch im Untergeh’n ist die Sonne oft noch schön.
Es ist eine andere Art von Krebsen, sagte der Bauer, als er die Frösche zum Markt brachte. Man kann Bären zähmen, warum nicht auch böse Buben.
Der eine schlägt den Nagel ein, der andere hängt den Hut dran. Besser ein ordentlicher regen als stetes Tröpfeln.
Wer wider den Wind brunzt, der macht nasse Hosen. Einem lahmen Schimmel hilft ein guter Kümmel.
Alle Schiffe sind gut, so lange sie auf der Werft liegen. Mancher will den Fuchs beschreiben und kennt bloß den Schwanz.
Geduld, Vernunft und Zeit macht enge Löcher weit. Ist nur Speck da, die Mäuse finden sich schon.
Drei Sorgen sind des Menschen gaben: er hat, er hatte und will haben. Unter zwei Sünden soll man keine wählen.
Ein kleines Körnlein im Schuh kann eine große Blase reiben. Ein zottiger Stier ist den Kühen lieber als ein glatter Ochs.
Aus dem Hafen sieht’s sich gut aufs Meer hinaus. Ein kleiner Leib kann einen großen Schatten machen.
Die Nacht ist die Mutter der Gedanken. Durch Schlagen gewinnt der Fleischer mehr als der Lehrer.
Neue Sohlen hört man weit.
Süße Worte sind der Liebe Zunder. Verstand ist nicht immer daheim.
Fleiß ist des Glückes Vater. Eine kleine Sünde ist auch eine Sünde.
Auf fremden Arsch ist gut schlagen. Wer liebt, macht sich die Träume selbst.
Die Liebe lässt keinen dritten ein. In jedem Kopf ist eine Weisheit.
Wie die Wächter, so die Diebe. Gefahr erhöht den Genuss.

Eine Frau ist keine Geige, die man an die Wand hängen kann, nachdem man darauf gespielt.

Der Stachel und die Honigblase wohnen in einem Tierleib beisammen. Wer im Rufe steht früh aufzustehen, der kann schlafen bis Mittag. Das ist das Leiden in der Welt, der eine hat den Beutel, der andre das Geld.
Gar zu sehr eingeheizt, zündet das Haus an. Ehe man eintritt, soll man an den Ausgang denken. Wer will mit ehren alt werden, der muss frühe anfangen.
Frisch Fleisch und gut Geld machen die zweiten Ehen in der Welt. Könige lieben Verrat, aber nicht den Verräter. Wer viel Krankheiten hat versucht, der weiß von vielerlei Arznei und Mitteln.
Es gibt nur eine böse Schwiegermutter in der Welt; aber jeder glaubt er hat sie. Der Geschmack ist verschieden, dem einen gefällt die Mutter, dem anderen die Tochter, manchem gefallen beide. Eine verwelkte Blume und eine verschrumpfte Wurst haben einander nichts vorzuwerfen.
Ich Herr, du Herr; wer wird die Stiefel putzen. Dumme Menschen kann man nur mit dummen Gründen überzeugen. Aus einem verdrießlichen Arsch fährt kein fröhlicher Furz.
Es geht ihm wie dem Esel, der zwei Brüdern diente; jedweder meinte, er sei beim andern gefüttert worden. Willst g’schimpft wer’n, muast heirat’n; willst g’lobt wer’n, muast sterb’n. Heiraten ist die erste Dummheit, die man begeht, wenn man vernünftig geworden ist.
Ein Wort, ins Ohr gesagt, wird weit gehört. Es sind nicht alle groß, die auf Bergen stehen. Ein Erfahrener ist besser als zehn Gelehrte.
 

Zitate 2

Je weißlicher das Blei ist, desto mehr rechnet es sich zum Silber. Für die Flaumfeder ist der Atem ein großer Wind. Wer gute Nachricht bringt klopft stark an.
Wo Bacchus einheizt, sitzt Venus hinterm Ofen. Branntwein ist Scheidewasser im Ehestand. Aus einer kleinen Sau wird bald eine große.
Dem faulen Schwein ist die Erde immer gefroren. Ein offener Kasten verführt einen Heiligen. Ersoffen ist ersoffen, am Ufer oder im Meer.
Den Magern gehen die Hosen leicht runter. Adams Rippe ist schlimmer als die Grippe. Behalte nicht hundert Rubel, behalte lieber hundert Freunde.
Liebe und Mond nehmen ab, wenn sie nicht mehr zu nehmen. Drei Arbeiten sind schwer: Regieren, Gebären, Lehren. Es ist keine bessere Jagd als auf dem Markt nach Wild zu gehen.
Ein jeder macht’s, so gut er kann, sagt zur Braut der Bräutigam. Alles reden ist verloren, findet man nicht offne Ohren. Wenn ich Zeit habe, sagen die, welche nicht wollen.
Wer zuletzt lacht, löscht das Licht aus. Wenn der Edelstein in den Kot fällt, so bleibt er doch ein Edelstein. Ich heirate nicht, sagte der Doktor, den Hazardspiele sind verboten.
Es geht mancher auf einen Rehbock aus und bringt kaum einen Hasen nach Haus. Er kann seinem Esel wohl den Schwanz verbergen, aber die Ohren lässt er gucken. Menschen und Erde müssen immer angefeuchtet werden, wenn sie nicht austrocknen sollen.
Willkommen sind die etwas bringen, sagte der Bote, und übergab einen Mahnbrief. Mancher lauft und schnauft und bricht viel Schuh und bringt nicht heim ‚ne Kuh. Während Zimmerleute und Maurer essen, messen und sich besinnen, ist der halbe Tag von hinnen.
Wir lernen, was wir vergessen sollten, und vergessen, was wir lernen sollten. Wer sich zum Köder macht, den schnappen die Haie. Ochsen gehören auf den Acker und nicht aufs Rathaus.
Zum studieren gehört ein guter Kopf, ein guter Lehrer und gute Arbeit. Wem das Glück wohl will, dem kalbt ein Ochs. Ein Übel muss man klopfen, weil’s klein ist.
Ein guter Jäger jagt in keinem abgeschossenen Walde. Kleine Fürsten haben große Hofnarren. Geld ist eine Hur’ will immer unter Leuten sein.
Böses das nicht schadet, ist nicht besser als Gutes, das nichts nützt. Denke viel, rede wenig und schreibe noch weniger. Auch den weisen Mann bellen die Hunde an.
Es ist eine gewagte Kur, den  Doktor zum Erben einzusetzen. Schweine und Geizhälse nützen erst nach ihrem Tode. Ruh erhält bei Kräften, macht hurtig zu Geschäften.
Wiederkäuen macht eine schlechte Predigt nicht gut. Man soll sich nicht eher kratzen, bis es juckt. Die Männer regieren die Welt und die Weiber die Männer.
Wer voraus bezahlt, bekommt die Stube schlecht gemalt. Wer warten kann, bekommt guten Wind. Predigen ist keine Kunst, sondern aufhören ist die Kunst.
Ein magerer Hund ist gut für eine lange Jagd. Machst du dich selbst zum Schaf, so beißen dich die Hund. Die Abendsonne ist schön, aber sie reift keine Trauben.
Wer die Gewohnheit zum sechsten Sinne macht, dem helfen die fünf andern nicht. Ungewohnt Reiten macht einen wunden Ars. Wenn das Gute fehlt, muss man das Bessere nehmen.
Man soll den Abend nicht vorm Tage, die Jungfrau nicht vorm Morgen loben. Der Anblick der Berge erweckt die Sehnsucht nach den Tälern. Des Meisters Hand ist das beste Werkzeug im Haus.

Ich bin eine Freundin der Wappenkunst, sagte die Frau, da setzte sie ihrem Mann ein Geweih auf.

Aus des Waldes eigener Mitte erhält die Art den Stil. Wenn die Sonne auf einen Misthaufen scheint, so antwortet er mit Gestank. Wenn die Scheide nicht will, kann der Degen nicht hinein.
Man muss seinen Nächsten lieben wie sich selbst, sagte er, und küsste seines Nachbarn Weib statt seins. Kann der alte Kater auch nicht mehr mausen, so liegt er doch gern vor dem Loche. Der Dieb ist über den Arzt; wenn er aus dem Hause geht, weiß er, was den Leuten fehlt.
Besser gut ausruhen als schlecht arbeiten. Gekaufte Lust ist um jeden Preis zu teuer. Schenkt man einem eine Kuh, so will er auch noch das Futter dazu.
Wird man so alt wie ne Kuh, so lernt man doch noch immer dazu. Wetterfahnen und Koketten werden nicht eher fest, bis sie rostig sind. Wer mit Ochsen spricht, dem geben Ochsen Antwort.
Mit Schafen fängt man keine Wölfe. Ein Adler schläft auch zuweilen. Jeder pflege seinen eigenen Weinberg.
Die Zeit geht auf wollenen Sohlen. Zu viel Weihrauch beleidigt die Nase. Liebe fürchtet keine Gefahr.
Ohne mein und dein würd’ die Welt ein Himmel sein. Das Volk weiß mehr als zehn Gelehrte. Kleine Last drückt auf die Länge auch.
Ein wirrer Kopf macht wirre Leute. Es wird mancher grau, aber nicht weis.
Besser ist, wer besser handelt. Rechte Liebe ist Dauerobst. Der ist reich, der Freunde hat.
Man melkt nicht viel von einer Kuh. Lob macht eine rührige Hand. Mit aller Müh wird keiner ein Genie.
Lieber alter Kuchen als gar kein Brot.   Hochzeit macht eine Woche glücklich.

 Deutsche können alle Plagen, aber keinen Durst ertragen.

Alle Sprichwörter wurden von Friedrich Wilhelm Wander gesammelt. Hier eine kleine Auswahl von ca. 225.000.

Sie sind heute über 100 Jahre alt. Ihr Ursprung liegt wesentlich länger zurück.

Die Sammlung erschien 1876 - 1880 bei Brockhaus in Leipzig.

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